Corona – und alles ist anders

Dieser Blogbeitrag ist meiner Blogfreundin Barbara Erdmann gewidmet, ich wünsche ihr in der derzeitigen Situation alles Gute und viel Kraft. 

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Photo by Anna Shvets on Pexels.com

Als ich gestern abend schlafen gegangen bin, ist mir eine Szene durch den Kopf gegangen. Ich realisierte, dass wir seit Februar in den öffentlichen Medien nichts anderes hören, als Corona… Corona.. Corona.

Corona ist verantwortlich, dass es in der Liebe nicht mehr klappt. Corona ist verantwortlich, dass ich Kopfschmerzen habe. Corona ist schuld, dass es plötzlich so heiß ist. Corona ist schuld, dass mir das Essen nicht mehr schmeckt. Corona ist nur durch den Klimawandel entstanden. Corona ist nur eine Verschwörungstheorie. Corona ist schuld, dass meine Freundin mir den Freund ausspannt. Corona ist schuld, dass ich meinen Arbeitsplatz verliere. Corona…Corona… Corona.

Aber… auf einer privaten Feier stellte ich plötzlich fest. Eigentlich interessiert die Leute Corona im Privatleben überhaupt nicht. Da sich bei dieser Feier hauptsächlich Renter und Renterninnen getroffen haben, ging es hier um Themen, wie das Älterwerden. Da ging es es darum, ob der Sekt gut schmeckt. Da ging es es darum, wie ich mit dem plötzlichen Schlaganfall des Freundes oder der Freundin umgehe. Da ging es darum,  was ich im Krankenhaus erleben musste. Da ging es darum, wie schön meine letzte Urlaubsreise war.

Die Bevölkerungsschichten der Rentner werden in diesem Maße nicht mehr erreicht, da sie sich tatsächlich keine Gedanken um ihre berufliche Zukunft machen müssen. Die Angst vor Krankheit ist in der älteren Bevölkerungsschicht sowieso stark ausgeprägt und wird durch die Corona-Panik noch getoppt. Aber ist es notwendig, dass auch noch die  „sogenannte Aufklärung“ in den Medien ständig neu angefacht werden muss?

Rechtfertigt die Corona-Panik, dass der Mittelstand und die Weltwirtschaft langsam, aber sicher, zerstört werden muss.

Rechtfertigt die Corona-Panik, dass Töchter ihre Mütter nicht mehr ins Krankenhaus bringen dürfen, und Trost spenden dürfen. Rechtfertigt die Corona-Panik, dass ich meine Mutter im Krankenhaus nur noch 2 Stunden in der Woche besuchen darf?

Rechtfertigt Corona, dass ich vorgeschrieben bekomme, wann ich meinen  Vater im Altenheim besuchen darf?

Rechtfertigt Corona, dass ich von einem alten Freund keinen Abschied mehr nehmen darf, weil Beerdigungsfeiern nur vom engsten Familienkreis besucht werden dürfen.

Ich muss zugeben, auch ich bin gespalten. Niemand weiß, was auf uns zukommt. Tatsache aber ist, dass Corona in unseren Köpfen übermächtig ist. Die Demo in Berlin am 01. August zeigte, dass viele Leute ein Problem mit der momentanen Situation haben. Aber rechtfertigt der „abwertende“ Umgang mit den Demonstranten die Medienkritik, die danach stattgefunden hat. Es wird von „Corona-Leugnern“ gesprochen. Aber der Umgang zwischen „Covidioten“ UND „Systemlingen“  halte ich für eine absolute Gefahr. Ich vermisse die offene und sachliche Diskussion mit dem Thema. Auf der anderen Seite bin ich mir absolut nicht sicher, ob die Gefahr einer 2. Welle im medialen Bereich angeheizt wird und inwiefern diese Gefahr „real“ ist. Da dieses Thema sehr sehr schwierig ist und bestimmt beide Seiten angehört werden müssen, sollte die Wahrheit auf keinen Fall „verdreht“ und zum politischen Wettbewerb verkommen.

Sehr treffend äußerte sich Markus Hibbler zu diesem Thema, von dem ich besonders einen Ausschnitt zitieren möchte:

Ich hinterfrage alles stets kritisch und werde erst recht skeptisch, wenn mir Dinge als einzige und absolute Wahrheit verkauft werden. So bleiben auch bei Corona viele Fragen, auf die ich eine Antwort suche: warum werden die Menschen in Berlin als verantwortungslose Idioten hingestellt, die uns alle ins Verderben stürzen, während die Black Lives Matter-Demos diesbezüglich scheinbar kein Problem waren? Wie sieht es mit den Corona-Infizierten bei Tönnies aus? Wie viele davon hatten wirklich schwere Verläufe? Warum erfährt man jetzt, wo die nächsten Säue medial durchs Dorf getrieben werden, davon gar nichts mehr? Wenn es eine Pandemie gibt, die diese massiven Einschnitte rechtfertigt, warum liegt dann die Sterberate immer noch im normalen Bereich? Viele Medien begründen das gern mit der angeblich vorbildlichen Handlungsweise der Regierung. Doch ging der R-Wert nicht bereits vor dem Lockdown zurück? Die drastischen Maßnahmen wurden anfangs mit dem Ziel begründet, die Kurve abflachen zu wollen („flat the curve“), um keinen Engpass bei den Intensivbetten zu bekommen. Für mich war dies absolut nachvollziehbar, auch weil uns damals die Horrorbilder aus Italien und Spanien erreichten. Doch ist es nicht aktuell so, dass Tausende Intensivbetten in Deutschland leer stehen? Warum gab es keine Horrorbilder aus Schweden, wo auf die Krise wesentlich liberaler reagiert wurde? Sind die Toten wirklich an oder mit Corona gestorben? Was ist mit den Schäden, die durch die Maßnahmen entstehen: verschobene OPs und Untersuchungen, Depressionen, Suizide, persönliche Existenzen, Ehekrisen? Was macht all das mit den Kindern? Gibt es ein Gremium, das diese Schäden zusammenträgt und in ein Verhältnis setzt? Wenn nein, warum nicht? Warum hat man nicht anfangs eine Art Task-Force gegründet, in der Experten aus allen Fachbereichen sitzen und nach einem gemeinsamen Weg suchen? Warum hat man immer nur die gleichen Virologen gehört und gesehen? Wie lange wird man all die Maßnahmen noch durchziehen? Bis es einen Impfstoff gibt, was noch Jahre dauern kann? Viele Kulturschaffende, Selbständige, Kleinunternehmer und die Gastro-Branche stehen doch schon jetzt vor den Scherben ihrer Existenzen. Altmaiers Satz aus dem März, kein Arbeitsplatz ginge aufgrund von Corona verloren, wirkt mittlerweile wie Hohn. Ich finde es einerseits gut, dass unser Staat Betrieben und Unternehmern finanziell hilft. Andererseits ist ein Staat nichts Anderes als eine Umverteilungs-Maschinerie: er wird sich das Geld langfristig in Form von Steuern zurückholen. Außerdem kann man künftig jede Steuererhöhung, jede Misswirtschaft und jedes geschlossene städtische Schwimmbad auf die teuren Corona-Maßnahmen schieben und entsprechend rechtfertigen. Von dem Brüsseler Corona-Hilfspaket, das uns Milliarden kosten wird und eine Schulden-Union nach sich zieht, die es eigentlich nie geben sollte, ganz zu schweigen.

Den sehr empfehlenswerten Artikel können Sie hier nachlesen.

Ausserdem möchte ich einen Podcast von  Gerald Grosz zitieren, der Corona und die Auswirkungen auf die Gesellschaft in einfacher und sehr scharfer Form zusammenfasst:

Es bleibt uns in diesen spannungsaufgeladenen Zeiten nur noch eins:

Gebrauchen Sie Ihren gesunden Menschenverstand und hören Sie auf Ihren Körper und weniger auf die Medien.

Bleiben Sie gesund.

 

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