Grün, grün, grün sind alle meine Kleider

 

 

  1. Strophe
    Grün, grün, grün sind alle meine Kleider;
    grün, grün, grün ist alles was ich hab.
    Darum lieb ich alles, was so grün ist,
    weil mein Schatz ein Grüner ist.

Die Stadt Potsdam wird mehr Flüchtlinge aufnehmen als sie eigentlich müsste – und dafür die Patenschaft für eine Mission der Seenotrettung im Mittelmeer übernehmen. Das haben die Stadtverordneten am Mittwochabend gegen die Stimmen von CDU/ANW und Bürgerbündnis/FDP beschlossen.

 

„Zeichen von Humanität und Toleranz“

Auch Berlin hatte seine Bereitschaft zur Aufnahme von in Seenot geratenen Flüchtlingen erklärt. Die Ausländerbehörde habe dazu Kontakt mit dem Bundesinnenministerium aufgenommen, teilte der Chef der Senatskanzlei, Christian Gaebler (SPD), Ende Dezember mit. Anfang Januar bekräftigte Innensenator Andreas Geisel (SPD) die Bereitschaft. „Es ist unsere Pflicht, Menschen aus Seenot zu retten. Das ist kein Gnadenakt, sondern humanitäre Verantwortung gegenüber Menschen, die in Lebensgefahr sind“, sagte Geisel laut einer Mitteilung.

Auch die Oberbürgermeister von Köln, Düsseldorf und Bonn hatten sich in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt und erklärt, ihre Städte wollten in Not geratene Geflüchtete aufnehmen.

Währenddessen sterben die „Obdachlosen“ auf der Straße

Obdachlose, die teilweise unverschuldet in Not geraten sind und auf der Straße leben müssen, weil sie in die Abwärtsspirale geraten sind. Niemand mehr fühlt sich zuständig für diese Leute.

In Gießen, Essen, Hannover und Oranienburg haben Passanten die Leichname von vier Obdachlosen entdeckt. Uwe (57) starb in seinem Zelt. Die anderen drei hatten zum Zeitpunkt ihres Todes nicht mal ein Behelfsdach über dem Kopf

Tote Obdachlose in Hannover, Essen und Gießen

Uwe ist einer von vier Menschen, die zwischen dem 7. und 18. Februar in Deutschland in Deutschland auf der Straße gestorben sind: In Essen wurde am 7. Februar der Leichnam eines circa 50-jährigen Mannes in einem Waldstück von einem Spaziergänger entdeckt. Die Polizei hat die Bevölkerung aufgerufen, ihr bei der Klärung der Identität zu helfen. In der Feldmark bei Hannover fand ein Jagdpächter am 13. Februar eine 52-jährige Obdachlose tot neben einem Hochsitz. Zuletzt wurde am Montag (18. Februar) ein 39-jähriger Mann in Gießen in der Nähe eines Aldi-Supermarktes leblos von einer Passantin entdeckt.

Kampf um warme Mahlzeiten

Daneben zeichnet sich eine weitere Entwicklung ab: Es gibt immer mehr Zuwanderer unter den Wohnungslosen. Da sind zum einen die rund 440.000 wohnungslosen Flüchtlinge, die aufgrund ihres Aufenthaltstitels ein Anrecht auf eine Wohnung haben. Weil sie bisher keine finden, leben sie weiter in staatlichen Unterkünften. Und da sind zum anderen die Zuwanderer aus der EU, ihr Anteil unter den Wohnungslosen – ohne Geflüchtete – hat sich in den letzten zehn Jahren auf zwölf Prozent verdreifacht. „Auch unsere Klientel hat sich verändert“, sagt Maria Goetzens. Seit 2007 hat sich die Zahl der Patienten auf rund 1.500 pro Jahr fast verdoppelt. „Es kommen mehr Menschen ohne Krankenversicherung oder Sozialbezüge, und es kommen mehr Zuwanderer.“ 2013 war etwa jeder zweite Hilfesuchende Ausländer – heute sind es fast 75 Prozent.

Obwohl Deutschland also „wirtschaftlich gesehen von der Zuwanderung aus der EU und den neuen Mitgliedsstaaten profitiert“, wie der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Herbert Brücker, sagt, werden die Probleme auf den Schwächsten abgeladen – den Obdachlosen. Egal, woher sie kommen. „Die Konkurrenz auf der Straße wird größer“, sagt auch Thomas Specht und ergänzt: „Migration ist aber vor allem eine Art Sündenbock, um die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich auf die Migranten abzuschieben.“ Benny glaubt: „Eigentlich müssten sich die Armen doch zusammentun. Aber Menschen auf der Straße sind es gewohnt, alleine zu sein. Und Obdachlose haben gelernt, dass sie sich gegen die Reichen nicht durchsetzen können, das steckt tief drin.“

Machen wir uns einmal schlau, wie Obdachlose, Aussiedler und Flüchtlinge untergebracht werden:

Daraus zitiere ich von der Webseite der Landeshauptstadt Hannover:

Landeshauptstadt Hannover

 (Zuletzt aktualisiert:

Unterbringung von Obdachlosen und Aussiedlern

Das Sachgebiet Unterbringung ist in der Landeshauptstadt Hannover zuständig für die Unterbringung von obdachlosen Personen, Aussiedlern und ausländischen Flüchtlingen. Außerdem obliegt dem Sachgebiet die bauliche Unterhaltung der Unterkünfte, in denen die zuvor genannten Personengruppen untergebracht werden.

Unterbringung in einem Wohnheim

Es handelt sich bei der Unterbringung nicht um eine aufsuchende Hilfe. Das bedeutet, wer in der Landeshauptstadt Hannover keine Unterkunft zur Verfügung hat, muss in der Sallstraße 16 vorsprechen und wird dann untergebracht.

Für die Unterbringung von obdachlosen Personen stehen derzeit 582 Plätze in Wohnheimen und 253 Wohnungen zur Verfügung. Die untergebrachten Menschen haben für die Unterkünfte eine Gebühr zu entrichten. Bei den Wohnungen ist die Höhe der Gebühr abhängig von der Ausstattung und der Größe der Unterkunft. Bei den Wohnheimen wird zwischen festen Häusern und Fertighäusern unterschieden. Die Gebühr wird tageweise berechnet.

Im Bereich der Obdachunterbringung wird außerdem die so genannte gezielte Vermittlung vorgenommen. Es gehört zu den Zielen des Sachgebietes, dass der Verbleib in diesen Unterkünften so kurz wie möglich gehalten wird und dann wieder der Bezug von Mietwohnraum möglich ist. Zu diesem Zwecke wird gezielt auf die Bewohner der Unterkünfte zugegangen, damit die einzelfallspezifischen Probleme besprochen, möglichst einer Lösung zugeführt werden können und so eine Vermittlung in Mietwohnraum ermöglicht wird.

Im Aussiedlerbereich handelt es sich um Personen, die direkt aus dem Grenzdurchgangslager Friedland kommen. Sie sind der Stadt Hannover zugewiesen worden und durch die Unterbringung in einem Wohnheim soll ihnen die Übergangszeit, bis sie eine Wohnung gefunden und alle notwendigen Behördengänge erledigt haben, erleichtert werden. Die zu zahlende Gebühr ist pro Übernachtung zu entrichten.

Da jedoch gerade Obdachlosigkeit nicht immer dann eintritt, wenn die Verwaltung ihre Öffnungszeiten hat, gibt es sowohl für allein stehende Männer als auch Frauen Notschlafplätze, die ab 18 Uhr nutzbar sind, so dass zumindest bis zum nächsten Sprechtag eine Übernachtungsmöglichkeit gegeben ist.

Außerdem gibt es einen Bereitschaftsdienst, der 365 Tage im Jahr erreichbar ist.

Flüchtlinge in Hannover

Wie sind Flüchtlinge untergebracht?

Informationen zu den verschiedenen Unterbringungsformen und der Betreuung in den Einrichtungen in der Landeshauptstadt Hannover.

Wie werden Flüchtlinge untergebracht?

Je nach Aufenthaltsdauer, Selbstständigkeit, Gesundheitszustand, Sprachkenntnis, Sozialkompetenz und Aufenthaltsperspektive werden Flüchtlinge in Hannover nach dem Drei-Säulen-Modell in Wohnheimen, Wohnprojekten oder Wohnungen untergebracht.

  • Wohnheime:
    Alle Flüchtlinge kommen zunächst in Wohnheime. Hier gibt es entsprechende Hilfestellungen und kompetente Unterstützung. Darüber hinaus gibt es Hilfe bei Behördengängen. Die Betreuung nach hohen qualitativen Standards wird dabei durch private Betreiber und Träger der freien Wohlfahrtspflege rund um die Uhr gewährleistet.
  • Wohnprojekte:
    In Abstimmung mit der Heimleitung und den Sozialarbeiterinnen und -arbeitern wird nach Einzelfallprüfung entschieden, ob die jeweiligen Personen für eine Unterbringung in einem Wohnprojekt in Frage kommen. Dort stehen die SozialarbeiterInnen zwar beratend zur Verfügung, dies aber nur tagsüber. Auch gibt es keinen Pfortendienst. Die BewohnerInnen sind gefordert, die deutsche Sprache zu erlernen und sich in die Nachbarschaft zu integrieren.
  • Wohnungen:
    Diese ist die selbstständigste Form der Unterbringung. Sie erfolgt nach Absprache mit den jeweiligen Flüchtlingen, die ohne Unterstützung und sozialer Betreuung allein in einer angemieteten Wohnung leben. Auf diese Art können sie sich in eine Hausgemeinschaft einfügen.

Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation und der damit verbundenen Herausforderungen in der Unterbringung wurde das Drei-Säulen-Modell vorübergehend um Notunterkünfte erweitert.

Wie habe ich mir eine Flüchtlingswohnung vorzustellen?

Wohnungen des oben genannten „Drei-Säulen-Modells“ werden direkt von der Stadt angemietet, um dort Flüchtlinge während ihres Asylverfahrens unterzubringen. Davon zu unterscheiden sind Flüchtlinge, die bereits als asylberechtigt anerkannt wurden: Diese mieten selbstständig „normale“ Wohnungen an.

Für die Unterbringung von Flüchtlingen mietet die Stadt Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt an. Hierzu steht die Stadt in engem Kontakt mit Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften und auch privaten Vermietern. Der städtische Wohnungsmarkt wird nach Bedarf sondiert. Die Angebote werden stets sorgfältig geprüft. Wohnungen, die schlecht ausgestattet sind, unpassende Grundrisse haben, erhebliche bauliche Mängel aufweisen, in Sanierungsgebieten liegen werden von der Stadt nicht angemietet. Selbstverständlich wird bei der Anmietung die Einhaltung der Mietpreisbremse geachtet. Eine große Herausforderung hierbei ist die Wohnungslage: Ziel ist es, gleichmäßig über das Stadtgebiet verteilt Wohnungen anzumieten und das jeweilige soziale Gefüge zu beachten.

Was hat es mit den Notunterkünften auf sich?

Mangels ausreichender anderer Unterkünfte muss die Stadtverwaltung auch derzeit noch auf Notunterkünfte zurückgreifen. Hier handelt es sich um leerstehende Gebäude wie das ehemalige Maritim Hotel sowie das alte Bettenhaus des Krankenhauses Siloah.

Gibt es in Hannover noch genügend Wohnraum für Flüchtlinge?

Die Beschaffung von Wohnraum ist eine enorme Herausforderung. Die bestehenden Notunterkünfte wie das ehemalige Oststadtkrankenhaus sind daher von großer Bedeutung. Weitere Standorte für Modulanlagen sind bereits in der Planung. Diese Anlagen sollen auch in diesem Jahr (2015) fertiggestellt werden. Allerdings können sie aufgrund der Ausschreibungspflicht voraussichtlich erst im Herbst in Betrieb genommen werden. Weitere Informationen zu den Standorten finden sie hier:

Wie ist die Betreuung in den Unterkünften geregelt?

In jeder Unterkunft gibt es SozialarbeiterInnen, die sich um die Flüchtlinge kümmern. Das Aufgabenfeld reicht von der persönlichen Einzelfallberatung über die Organisation von Betreuungsangeboten (wie. z. B. Sprachkursen) bis zur Einbindung von nachbarschaftlicher Hilfe. Der vollständige Betrieb der Unterkunft wird durch private Betreiber und Träger der freien Wohlfahrtspflege mit hohen qualitativen Standards gewährleistet. Unterstützt werden die externen Betreiber durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, u. a. aus dem Integrationsmanagement und der Ausländerbehörde.

Für die Betreuung der dezentral angemieteten Wohnungen, hat die Stadt eine Kooperationsvereinbarung mit einem Trägerverein geschlossen. Die dezentral untergebrachten Flüchtlinge werden hierüber im Bedarfsfall betreut.

Derzeit arbeitet die Landeshauptstadt Hannover mit folgenden Betreibern zusammen:

Bei der Auftragsvergabe bestimmt neben der Wirtschaftlichkeit des Angebots das inhaltliche Betreuungskonzept die Auswahl des jeweiligen Betreibers. Eine Vorgabe für die Qualifikation des Personals gibt es für die Heimleitung und die Sozialarbeit. Hierbei dürfen nur staatlich anerkannte Sozialarbeiterinnen und -arbeiter oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Abschluss des Studienganges „Soziale Arbeit“ eingesetzt werden.

Flüchtlinge in Hannover

Zahlen und Fakten

Wie viele Flüchtlinge leben derzeit in Hannover und wie viele sind noch zu erwarten?

Derzeit leben rund 4.200 Flüchtlinge mit über 60 verschiedenen Nationalitäten in den dezentral im Stadtgebiet verteilten Unterkünften der LHH (Stand: 15. März 2019).

Wo sind die Standorte für Flüchtlingsheime?

Die Standorte aller Unterkünfte werden auf den folgenden Seiten nach Stadtbezirken aufgelistet:

Flüchtlingsunterbringung

Unterkünfte nach Stadtbezirk

Eine Übersicht aller Flüchtlingsunterkünfte, ob geplant, im Bau oder bereits fertiggestellt, sortiert nach Stadtbezirken. mehr…

 

Welche Standorte sind in Zukunft geplant?

Auch die geplanten Unterkünfte sind auf den einzelnen Seiten zu den Stadtbezirken aufgeführt.

 

abstract-architecture-art-772039
Photo by Souvik Pradhan from Pexels
  1. Strophe
    Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider,
    bunt, bunt, bunt ist alles was ich hab.
    Darum lieb ich alles was so bunt ist,
    weil mein Schatz ein Bunter ist.

Der Engel von Borgsdorf gibt auf

Die Borgsdorferin Janette Budtke ist für ihr großes ehrenamtliches Engagement für Obdachlose und Bedürftige über die Grenzen ihres Heimatortes hinaus bekannt. Doch die Last wird für die 37-Jährige nun zu groß, auch die Ehrenamtsauszeichnung der Stadt gibt sie zurück.

Janette Budtke gibt auf und zieht für sich einen Schlussstrich. Die Borgsdorfin hatte sich in den letzten Jahren um bedürftige Menschen in Oberhavel gekümmert. Liebevoll, engagiert und mit voller Kraft. Sie hat mit den Charity Banditen Notleidende unterstützt. Gerade das Thema Obdachlosigkeit stand bei ihr ganz oben auf dem Zettel. Immer dann, wenn Menschen Sorgen hatten, wurde die 37-Jährige gerufen.

Doch der Engel von Brandenburg – wie sie von den Medien genannt wurde – hat keine Kraft mehr zum Fliegen. „Ich ziehe einen Schlussstrich“, sagt Janette Budtke unter Tränen.

„Keinen Kampf mit der Stadt mehr“

Für ihren Einsatz wird Jeanette Budtke mehrfach ausgezeichnet. Ministerpräsident Dietmar Woidke ist von ihrem Engagement begeistert. 2017 wird sie mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Hohen Neuendorf ausgezeichnet. „Ich werde die Urkunde und Medaille aber zurückgeben“, sagt sie. „Ich sehe darin keinen Sinn. Die Zusammenarbeit und Unterstützung hat mir gefehlt. Es passiert zu wenig. Ich habe oft Vorschläge gemacht, wie man zum Beispiel Mietminderungen für Bedürftige erreichen kann. Da gab es null Feedback.

 

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