Imad Karim im Gespräch mit Jörg Meuthen, das etwas andere Interview

 

Dieses Interview des Herrn Karim mit Jörg Meuthen habe ich gestern zufällig im Internet gefunden. Ich finde die Aussagen von Herrn Meuthen absolut sachlich und nachvollziehbar. Deshalb möchte ich euch dieses Interview verlinken.

In unserer vielfältigen und bunten Gesellschaft finde ich es nicht mehr angebracht, sich einfach abzugrenzen und „Andersdenkende“ in die „Rechte Ecke“ zu stellen. Auf der einen Seite wird für Buntheit und gegen Rassismus und Hetze geworden. Aber auf der anderen Seite werden Leute, die „anders“ denken von Vorn herein verurteilt.

Das ist kein demokratisches Vorgehen.

„Pauschale Ausgrenzung ist ein feiger Umgang mit Demokratie

Nicht nur andere Parteien, sondern auch Lobbyisten scheuen den Dialog mit der AfD. „Distanz halten und ausgrenzen“ mag pragmatisch klingen. Von selbstbewusster Auseinandersetzung mit der größten Oppositionspartei zeugt es nicht.“

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article175835957/AfD-Pauschale-Ausgrenzung-ist-ein-feiger-Umgang-mit-Demokratie.html

Der Rassismus vieler AfD-Mitglieder und ihre Nähe zu völkischen Bewegungen erzeugen bei Interessenvertretern Berührungsängste. Das ist verständlich. Doch Angst und Ausgrenzung sind das Geschäft der Rechtspopulisten. Sie nähren den Mythos der AfD als Opfer, sie ermöglichen emotionale Empörung ohne inhaltliche Auseinandersetzung. Und sie stärken das Bild des exklusiven Politikzirkels, zu dem das „einfache Volk“ keinen Zugang hat. Genau das hilft der Partei – das zeigt die Erfahrung der 13 Landesparlamente, in denen die AfD die Ausgrenzung bereits nutzt, um sich erfolgreich zu inszenieren.

Statt ängstlicher Ausgrenzung sollte das politische Berlin mit der AfD prinzipiell umgehen wie mit jeder anderen Bundestagsfraktion. Wer der Partei Positionspapiere und Stellungnahmen sendet, begeht keinen Verrat an der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Im Gegenteil: Er zerrt die AfD aus ihren rechtspopulistischen Thesen in die inhaltliche Auseinandersetzung. Diese zu führen, liegt in der Verantwortung der Interessenvertreter. Wer auf ein AfD-Podium geladen wird, das der inhaltlichen Auseinandersetzung dient, sollte daher nicht pauschal absagen, nur weil die Einladung von der falschen Partei kommt.

Wer Politiker stellen will, muss sie mit Inhalten konfrontieren – nicht mit ihrer Parteizugehörigkeit. Pauschale Ausgrenzung ist kein souveräner, sondern ein feiger Umgang mit der Partei und der Demokratie. Denn die öffentliche Kommunikation mit der AfD zu verweigern, bedeutet mitnichten, den demokratischen Diskurs zu „schützen“. Es ist vielmehr ein Hinweis darauf, diesem Diskurs selbst nicht gewachsen zu sein. Wer mit Verweis auf das Label AfD die Diskussion gänzlich ablehnt, hat sie schon verloren: In einer Demokratie entzieht man kritischen Stimmen die Grundlage, nicht die Bühne.

Doch es gibt zwei zentrale Bedingungen für eine solche, offene Auseinandersetzung mit der AfD: die Bedeutung einer offenen, pluralistischen Gesellschaft zu erkennen ist die eine – im konkreten Fall für sie einzustehen die andere. Bei aller Liebe zum Diskurs: Ein Unternehmen, das eine politische Bühne bietet, sollte rassistische Inhalte nicht dulden. Und ein NGO-Vertreter, der bei einer AfD-Veranstaltung mit Fremdenfeindlichkeit konfrontiert wird, sollte klar dagegen Position beziehen – und den Heimweg antreten, wenn nicht Inhalte, sondern Vorurteile die Diskussion bestimmen.

Deshalb möchte ich mit gutem Beispiel vorangehen und ein Interview mit Imad Karim und Jörg Meuthen veröffentlichen:

„Der ibanesisch-deutsche Regisseur, Drehbuchautor und Fernsehjournalist Imad Karim hat sich mit dem Landessprecher der AfD Baden-Württemberg zum Interview getroffen. Karim, früher selbst Muslim, konfrontiert mit scharfen Aussagen zum Thema Zuwanderung. Doch wer denkt, dass die Zitate aus dem AfD-Parteiprogramm stammen, irrt. Was das alles über die politische Kultur in Deutschland aussagt und warum Jörg Meuthen gerne mit Sahra Wagenknecht frühstücken würde, darüber unterhalten sich Karim und der AfD-Politiker ausführlich. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/“

Am 09.06.2016 veröffentlicht:

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