Schnelltests – es geht doch nicht

Kostenlose Schnelltests für alle Bürger – geht leider doch nicht

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Knapp eine Woche ist es her, dass das „Corona-Kabinett“ beschlossen hat, dass es ab 1. März 2021 kostenlose Schnelltests für alle Bürger zur Verfügung gestellt werden. Bei den Bürgern, die das aus der Presse erfahren haben, ging wohl ein Aufatmen durch die Reihen. Endlich ein Licht am Ende des Tunnels, dachte man. Da haben wir aber wohl falsch gedacht.

Aber schauen wir uns einmal anhand dieser Videos die aktuelle Lage unserer Innenstädte an, wie hier am Beispiel München. Alte Traditionshäuser müssen aufgeben, wie z.B. das alte Traditionslokal Donisel, das vom ehemaligen Wirt aufgegeben wurde und nun einen neuen Pächter hat. Einen der mehr Geld investieren kann, ein Gewinner der Pandemie? 

https://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/der-blanke-horror-65-prozent-koennten-schliessen-politik-den-kahlschlag-der-innenstaedte-besiegelt_id_12970623.html

https://www.focus.de/finanzen/von-adler-bis-zara-ladensterben-verschaerft-sich-2021-wer-zieht-aus-den-staedten-raus-und-wer-zieht-dort-ein_id_12974389.html

Eine Woche später hören wir doch ganz andere Botschaften von unserer Regierung. Ich habe den Verdacht, dass es ein Corona-Kabinett garnicht gibt. Ich hatte wohl recht, denn Schnelltests für die Bürger in Apotheken oder Testzentren war wohl eine Illusion. 

Denn wir hören heute neue Töne:

Zitat: https://www.welt.de/politik/deutschland/plus226899577/Teststrategie-Erneut-wird-der-Buerger-von-der-Regierung-entmuendigt.html

„Kostenlose Corona-Tests ab 1. März, wie von Jens Spahn versprochen? Es kommt natürlich nicht so. Der Gesundheitsminister wurde von der Kanzlerin offenbar gedrängt, die Sache noch ein paar Tage zu verschieben. Aber nicht nur das. Die Tests sollen nun mit einer Öffnungsstrategie gekoppelt werden, heißt es. Gelegentlich wird dabei das Wort „vernünftig“ von der Regierung bemüht.

Am Montag hatte Merkel eine Nebelkerze gestartet. Sie hatte in den CDU-Gremien wiederholt, was sie schon nach der Sitzung der Ministerpräsidenten am 10. Februar sagte. Dass Öffnungen Schritt für Schritt erfolgen sollten. Damit dies nicht als reiner Wiedergänger daherkam, paarte Merkel diese Schritte mit der Teststrategie. Die soll nun die Chance bieten, Öffnungen zu erlauben. Klar, dass die Tests dann nicht einfach so „unters Volk“ geworfen werden können. Sie haben ja nun nicht nur einen epidemiologischen, sondern vor allem auch einen eminent politischen Zweck zu erfüllen.“

Gerade höre ich in den aktuellen Nachrichten, dass verschiedene Ministerpräsidenten, so z.B. Peter Müller, Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz, Spahn vorwirft, Pläne auf den Tisch zu werfen, um diese ein paar Tage später wieder zu verwerfen. Gerade wurde gesagt, dass die Schnelltests erst mit einer Woche Verspätung den Bürgern zur Verfügung gestellt werden.

Ja, wer hat den jetzt das Sagen, der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn oder Kanzlerin Merkel, die im Hintergrund Anweisungen gibt.

So wird das aber nichts mit der Lockerung und der Rückgabe der Grundrechte an die Bürger, denn: 

„Doch das kommt einmal mehr einer Entmündigung der Bürger gleich. Denn damit dürfte der freie Zugang, die freie Verfügbarkeit und die freie Anwendbarkeit der Tests erheblichen Reglementierungen unterliegen. Wo eine politische Strategie ist, da hat in dieser Krise scheinbar die Eigeninitiative der Bürger keinen Platz. Dann muss zertifiziertes, geschultes Personal ran an ausgewiesenen zertifizierten Ausgabestellen. Dann müssen Anträge gestellt werden, werden Gutscheine gedruckt, versendet und eingelöst. Müssen Nachweise erbracht und muss alles registriert werden. Spontaneität, die so essenziell ist für das menschliche Zusammenleben, hat da keinen Platz.“

Aus Großbritannien hören wir im selben Zeitraum ganz andere Nachrichten:

Boris Johnson will bis Ende Juni alle Corona-Maßnahmen aufheben

https://www.spiegel.de/politik/ausland/grossbritannien-boris-johnson-verspricht-oeffnung-aller-schulen-und-kontakt-lockerungen-ab-8-maerz-a-0cd47c1e-e40a-487a-a4a4-c5bca6dce4cf

Hier muss man allerdings bedenken, dass mittlerweile in Großbritannien 1/3 der Bevölkerung bereits geimpft wurde. Wir haben ja noch nicht einmal 3 %.

Kostenlose Schnelltests – geht doch

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Mit meinem Beitrag „Schwäbische Tüftler“ hatte ich bereits berichtet, dass der Böblinger Apotheker Björn Schittenhelm davon ausgeht, dass Schnelltests eine Möglichkeit sind, um aus dem ewigen Lockdown herauszukommen.

Bislang haben wir aber wenig davon gehört, bzw. wurden diese Schnelltests bei den Ministerkonferenzen, in denen ja über den Lockdown allein entschieden wird, nicht erwähnt. Ich habe jedenfalls nichts davon gehört, könnte mich aber irren.

Nun kann man heute in der Presse lesen, dass das Corona-Kabinett (ich wusste bislang garnicht, dass es so etwas gibt) heute beschließt, dass ab 1. März 2021 kostenlose Schnelltests für alle Bürger zur Verfügung gestellt werden.

Zitat Esslinger Zeitung, Mittwoch 17.02.2021:

„Ab 1.März sollen alle Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können. Sie sind mittlerweile ausreichend am Markt verfügbar. Die Kommunen können ihre Testzentren oder Apotheken mit solchen Angeboten beauftragen. Obwohl die Schnelltests bereits seit Herbst (!) in ausreichender Mengen und Qualität zur Verfügung stehen, sieht die Regierung erst jetzt die Voraussetzungen für eine „qualitätive Weiterentwicklung der Nationalen Teststrategie gegeben. Brgründet wird dies damit, dass inzwischen Qualitätskontrollen etwa des Robert-Koch-Instituts vorliegen, das Angebot inzwischen die Nachfrage übersteigt und jetzt rechtzeitig zur schrittweisen Aufhebungder Kontaktbeschränkungen solche Tests vermehrt auch außerhalb von Kliniken und Pflegeheimen zum Einsatz kommen sollen.

In einer anderen Mitteilung muss ich gleichzeitig lesen,  dass die Tübinger (!schon wieder Tübingen!) Notärztin Lisa Federle in Tübingen bereits seit Ende November mit Schnelltests begonnen hat, die sie über Spenden finanziert. Diese Schnelltests hätten nachgewiesenermaßen einen spürbaren Effekt auf die Inzidenz im Landkreis Tübingen.

Zitat aus der Esslinger Zeitung:

Die Notärztin kritisierte ein weiteres Mal Sozialminister Manfred Lucha (Grüne). Mehrfach habe sie seit Oktober Lucha dazu aufgefordert, sich um die Bereitstellung und Finanzierung der Schnelltests zu kümmern. Diesen dringenden Bitten seien an dem Minister abgeprallt wie an einer Betonwand. Lucha kam einfach nicht in die Puschen, sagte Federle. Sie sei es leid, die Arbeit der Ministerium zu machen.

Ich frage mich schon seit einiger Zeit, warum kommt unsere Regierung samt ihrem Ministertross, denen wir Steuerzahler ein üppiges Gehalt zahlen ihrer Aufgabe und ihrem Regierungsauftrag nicht nach.

Seit Beginn der Pandemie fallen mir zahlreiche Kandidaten ein, von einfachen unfähigen Ministern bis hin zu unserer  von unserer Kanzlerin so hochgejubelten Frau von der Leyen, die schon längst hätten zurücktreten müssen und zwar wegen der Note im Zeugnis: Sie bemühten sich…..

So hätte keiner von uns seine Arbeit erledigen dürfen, wir wären allesamt schon längst gefeuert worden.

Aber es ist wohl inzwischen ein Merkmal unserer Zeit, das die Politiker keine Verantwortung mehr übernehmen müssen und mit unseren Steuergeldern um sich werfen dürfen. Es verdienen ja eh die anderen.

 

Schwäbische Tüftler –

oder „Schaffe, schaffe, Häusle baue“

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Bewähren sich unsere schwäbischen Tüftler auch in der Corona-Krise, dort, wo unsere Politik keine Lösungen anbietet, außer dem Eingreifen in die Grundrechte der Bürger und dem Wegsperren derselben?

Schwäbische Tüftler haben einen Impfstoff generiert, nämlich Curevac:

TÜBINGEN, Deutschland / BOSTON, USA – 12. Februar 2021

CureVac N.V. (Nasdaq: CVAC), ein globales biopharmazeutisches Unternehmen, das in klinischen Studien eine neue Klasse von transformativen Medikamenten auf der Basis von Messenger-Ribonukleinsäure (mRNA) entwickelt, gab heute den Beginn des rollierenden Zulassungsverfahrens für CVnCoV bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bekannt.

https://www.curevac.com/ueber-uns/

Diese Tatsache, dass in Tübingen ( … genau dort, wo der rebellische Grüne Boris Palmer Oberbürgermeister ist … ) ist ja schon sehr lange bekannt und trägt hoffentlich auch dazu bei, dass unsere unfähige Regierung mit CureVac Buße tun kann, bei ihrem kläglichen Versuch, Impfstoffe für die Bürger zur Verfügung zu stellen.

So aber nun zu einen neuen Tüftler, der unserer Bundesregierung unter die Arme greifen könnte, wenn unsere Regierung das nur wollte.

Neue Schnelltest-Strategie

„Wir könnten den Lockdown innerhalb von Tagen beenden“

Kostenlose Schnelltests für alle und nie wieder Lockdown – bislang ist das Wunschdenken.

Der Böblinger Apotheker Björn Schittenhelm.

Björn Schittenhelm: Ich bin fest davon überzeugt, dass es die einzige sinnvolle Möglichkeit ist, um aus dem ewigen Lockdown herauszukommen: testen, testen, testen. Und zwar nicht nur Personen mit Symptomen, die schon andere angesteckt haben, sondern in der Breite und präventiv. Da hat die Politik viel zu lange geschlafen. Gerade die Mutationen verbreiten sich asymptomatisch doch noch viel breiter.

Die Frage ist doch, wie verbringen wir das nächste halbe Jahr, bis ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist. Daheim im Lockdown oder in einem halbwegs normalen Alltag mit wenigen Einschränkungen, aber sinnvollen und präventiven Maßnahmen. Wir müssen dahin kommen, dass jeder, der morgens zur Arbeit fährt, einen Test macht.

Aha, na also, geht doch… Es gibt Möglichkeiten, diesen unsäglichen Lockdown zu beenden bzw. erträglicher zu machen. Es müssen ja nicht gleich Massenveranstaltungen sein… insbesondere unsere Fußballstadien sollten noch eine Weile mit Pappkameraden bestückt bleiben. Haben diese doch zumindest die Möglichkeit im Rahmen des Volksprogramms „Brot und Spiele für das Volk“ Fußballspiele auszutragen und diese auch noch per Fernsehen zu übertragen. Also unsere Fußball-Vereine werden so schnell nicht Insolvenz anmelden müssen.

Aber bei allen anderen leidgeplagten Bürgern, Kindern, Freischaffenden, Eltern, Gewerbetreibenden, Einzelhandel usw. (ich kann garnicht soviel schreiben, wie die Liste lang ist) würde wohl ein tonnenschwerer Stein vom Herzen fallen.

Also… Politik wach auf. Wie wäre es, wenn ihr mal im Netz recherieren würdet, und auf all die hellen Köpfe mit ihrem Ideenreichtum aufmerksam werden würdet. Ihr Politiker würdet garnicht glauben, welche Möglichkeiten zur Verhinderung des Lockdowns würdet ihr wohl finden?

Und man müsste nicht ständig solche Aussagen lesen:

„Im jüngsten Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz steht aber nur, man wolle „zügig“ über deren Zulassung entscheiden.“

WELT: Andere Länder sind schneller. In Österreich hat sich bereits ein kostenloses Testsystem in Hunderten Apotheken etabliert. Ist Deutschland bei der Pandemiebekämpfung mal wieder hinten dran?

Schittenhelm: Leider ja. Die Öffnungsstrategie fehlt weiterhin. Ich glaube, wir könnten den Lockdown innerhalb von Tagen beenden – wenn wir effektiv und konsequent testen. Das geht aber nur durch verpflichtende Tests und nicht mit Freiwilligkeit. Für mich stellt sich die Frage: Was ist die größere Einschränkung der Freiheit? Massiver Entzug von Grundrechten oder eine Testpflicht beim Friseurbesuch und anderswo?

Wenn ich mir die Aussagen der Regierung anhöre, habe ich den Eindruck, es geht einfach nur darum, je härter, desto tiefer sinken die Zahlen. Jetzt ist die „magische Zahl“ 35 angepeilt. Mal sehen, was als nächstes herhalten muss.

Es ist schade, dass man den Bürgern so wenig eigene Verantwortung zutraut.

Nix geht mehr – und jetzt gehts weiter bis zum 7. März

Gedanken zur erneuten Verlängerung des Lockdowns oder

…Corona für immer !!!

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Die Lage ist ernst, und sie wird immer ernster, zumindest für diejenigen Leute, die durch ihrer Arbeit-Hände ihren Lebensunterhalt verdienen und schon seit Dezember (bzw. auch schon seit März 2020) gezwungen sind, ihre Hände in den Schoß zu legen und zusehen, wie ihre Ersparnisse oder ihr Lebenswerk vernichtet wird. Oder aber sie versuchen mit kriminellen Mitteln, das Geld für ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Mit der Berufsgruppe, die kriminelle Mittel anwendet, meine ich in diesem Fall unsere Friseure. Es ist ja bekannt, dass viele Friseure ihre Bekannten besuchen und zufällig eben mal eine Schere in der Hand haben.

Genau, das hat sogar unsere Politik erkannt, denn plötzlich haben die Friseure sogar Prioriät vor den anderen Branchen beim Öffnen. Sonst könnte es ja zuviel „Schwarzarbeit“ geben. Das ist wichtig bei der Auswahl der Öffnungskriterien.

Und dann „Schulen und Kitas“. Unsere Kinder leiden unter psychologischen Auffälligkeiten, und man hört immer mehr Psychologen und Kinderversteher, wie schwerwiegend sich mittlerweile die Folgen des Wegsperrens für unsere Kleinen, auswirken. Könnte es sein, dass wir eine Generation von „Zombies“ heranziehen? Ist das der Preis für einen Wettbewerb um die „niedrigsten Inzidenzzahlen“ im Land. Erst sollten 50 ausreichend sein, nein doch lieber nicht, besser sind natürlich 35. Aber nein, am besten ist natürlich „Zero-Covid“. Es ist wie ein Hütchenspiel, mit dem Ziel „Die niedrigste Zahl gewinnt“ .

Es gibt aber auch andere Beispiele. Hier bei uns in Baden-Württemberg hat der von seiner eigenen Partei verpönte und schwer gescholtene „Grüne“, Oberbürgermeister Boris Palmer es sogar geschafft, die Inzidenzzahlen auf 30 herunterzudrücken. Aber als Meisterleistung, oder als Programmvorlage für unsere Regierung wird das so nicht betrachtet, denn Boris Palmer ist das „Schwarze Schaf“ seiner Partei. „Zitat aus „Tichys Einblick“: „Als „Macher“ lobt ihn selten jemand, vermutlich könnte er ein Allheilmittel gegen Corona, Haarausfall und Krebs gleichzeitig erfinden, seine Grünen würden dennoch kein einziges gutes Haar an ihm lassen“. https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/warten-auf-mutante-messias-und-erloesung-bei-maischberger/

Und wo steht unsere Bundesregierung, bzw. unsere Kanzlerin: Was verfolgt sie mit ihrer immer härter werdenden Lock-Down-Strategie?

Hierzu bei Maischberger, bereits am 28.01.2021, einem Zeitpunkt, an dem Frau Merkel selbst noch nicht wusste, ob der Lock-Down verlängert wird, siehe exklusives RTL- bzw. ARD-Interview mit unserer Kanzlerin.

Zitat bei Maischberger:

Angela Merkel habe mit der Bundesregierung auch einen klaren Weg und will besonders streng sein. Claus Strunz (Bild-Chefredakteur) fragt sich, wie klug es sei, ständig die Dosis der Verschärfungen und Einschränkungen stetig zu erhöhen, anstatt mal die Frage nach dem eingesetzten Medikament bzw. der Strategie zu stellen. Man spreche von Hotspot-Strategien, aber es sind gar nicht die wirklichen Hotspots gemeint: die Altenheime, Schulen. Ihm komme die Politik in Deutschland vor, „dass wir drei-vier Geisterfahrer zur gleichen Zeit haben und man sperrt aber das gesamte Straßensystem in Deutschland“ https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/bei-maischberger-corona-fuer-immer/

Und weil Corona so viele Menschen auf- bzw. abwühlt, zur Entspannung ein ausgedachtes „Szenario“, erdacht von Florian Harms, Chefredakteur T-online:

https://www.t-online.de/tagesanbruch/

Guten Morgen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,
schön, dass Sie heute Morgen eingeschaltet haben. Hier ist der Mitschnitt der gestrigen Bund-Länder-Videokonferenz, exklusiv für Abonnenten des Tagesanbruchs:
WAS WAR?
Fiiiieep! Krchchchchz… Fiiiieep! Klick.
„So, könnt ihr mich jetzt hören?“
„Klar und deutlich.“
„Auch ihr da oben in Hamburg, Kiel und Schwerin?“
„Ja-ha, Angela! Super Ton!“
„Gut, ich möchte gleich zu Beginn noch mal darauf hinweisen, dass die Sieben-Tage-Inzidenz ja immer noch sehr…“
„Wissen wir, Angela, aber wir müssen jetzt mal über Öffnungsperspektiven reden.“
„Genau. Und wir brauchen einen Stufenplan.“
„Und die Friseure! Wir müssen die Friseure endlich mal aufmachen!“
„Und Kitas, vergiss die Kitas nicht, Reiner.“
„Also, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich weiß ja, dass viele von euch sehr gerne bald wieder einzelne Wirtschaftsbereiche öffnen wollen, und ich will das ja auch, sobald es vertretbar ist, aber die Wissenschaftler sagen uns ja eben klipp und klar, dass wir daran denken sollten, dass wir in unsere Entscheidungen einbeziehen, dass das jetzt eben eine sehr entscheidende Phase in dieser Pandemie ist, weil wenn wir jetzt zu schnell wieder zu vieles öffnen, dann steigt eben auch das Risiko, vor allem das Risiko durch die Mutationen, das haben wir ja bei den Briten in Großbritannien gesehen und das sehen wir jetzt auch in Südtirol bei den… also in Südtirol, jedenfalls sollten wir das im Blick behalten und…“
„Apropos Perspektive: Armin, dein Bild ist verrutscht.“
„Wie verrutscht? Seht ihr mich jetzt nicht mehr, oder was?“
„Nur so halb.“
„Wir sehen deinen Bauch.“
„Um Himmels Willen, kann da nicht mal jemand was machen??? … Was ist denn da… Wie geht denn das… Himmelherrgottnochmal, kann man hier noch nicht mal eine stinknormale Videokonferenz einrichten, das ist doch…“
„Du musst nur die Kamera ein bisschen nach oben drehen, Armin.“„
„Welche Kamera???“
„Die oben am Computer, da ist so ein schwarzer Punkt.“
„Apropos Punkt. Liebe Mitstreiter, wir in Bayern haben ja eine sehr klare Sicht auf die Lage. Geschlossen lassen. Alles geschlossen lassen. Nur das hilft. So machmer das.“
„Nee, Markus, das hast du nicht allein zu entscheiden. Die Situation hier bei uns ist ja ganz anders als bei dir da unten, wo ihr da ständig neue Corona-Ausbrüche habt. Wir hier haben die Lage nämlich schon ziemlich gut im Griff…“
„Wir auch!“
„Genau! Und wir auch!“
„…und deshalb bin ich dafür, dass jetzt mal jeder selbst entscheidet, was er wieder aufmacht. Ich zum Beispiel mach jetzt mal als Erstes die Schulen auf…“
„Und die Kitas!“
„…genau, und dann kommen die Friseure dran und dann sehen wir weiter, wird schon alles nicht so schlimm kommen, wie‘s der Drosten immer sagt, es wird ja auch bald wärmer.“
„Also, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich weiß ja nicht, ob das jetzt unser Signal an die Bürgerinnen und Bürger sein sollte, also dass jetzt alles so durcheinander geht, also die Leute verlangen ja, dass wir verantwortungsvoll handeln, und die Wissenschaftler sagen ja…“
„Wir müssen auch noch übers Impfen reden, Angela.“
„Aber erst mal Pause, bitte. Der Olaf muss mal kurz raus. Da hat der Bundestag angerufen. Irgendwas mit Putin oder so.“
„Ich geh mal eben.“
„Tschüss.“
„Bis später.“
Klick. Krchchchchz… Fiiiieep!

Leichtes Licht am Ende des Tunnels

Kanzlerin Merkel im RTL-Interview am 04.02.2021 – Hier die wichtigsten Aussagen der Kanzlerin:

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Kanzlerin Merkel im RTL-Interview – Hier die wichtigsten Aussagen der Kanzlerin:

Der Interview-Überblick: Das waren Merkels wichtigste Aussagen im RTL-Gespräch

Angesichts fallender Infektionszahlen und sinkenden Inzidenzwerten sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel „ein leichtes Licht am Ende des Tunnels.“

Hierzu sagte ein Zuschauer zu RTL:

Im Moment kommt es mir vor, als wäre dies nicht das Licht am Ende des Tunnels, sondern das Licht des entgegenkommenden Zuges (Zitat: Alexander Herrmann, Star- und Spitzenkoch)

Merkel: Sie wolle keine falschen Hoffnungen machen, trotzdem sagt sie vorraus: „Wir wollen eine Entscheidung treffen, die insgesamt für die Wirtschaft gut ist

Hierzu möchte ich Ingrid Hartges ( Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga)) zitieren:

«Stimmung und Lage im Gastgewerbe sind katastrophal», sagte Hartges. Bei den Betrieben machten sich Verzweiflung und Zukunftsängste breit – 75 Prozent bangten um ihre Existenz. Auch der Handelsverband berichtete von der Verzweiflung vieler Einzelhändler im Lockdown. «Nach wie vor kommt das Geld aus den staatlichen Hilfsprogrammen nicht ausreichend an», sagte Genth.

Merkel: Wir müssen jetzt noch ein bisschen durchhalten, und dann kommt ja auch zunehmend die Impfung

Nicht durchhalten, sondern einen genauen Plan wünscht sich nach dem exklusiven Interview mit Angela Merkel Gastronom Gerd König. Eine Perspektive gabs immer noch nicht, kann man auch nicht verlangen, aber wir sind alle wahnsinnig stolz darauf, dass der Impfstoff so schnell entwickelt wurde, aber jetzt geht es darum, auch nach vorne zu schauen.

Merkel: „Ehrlich gesag, auch für einen Politiker ist uns das was uns am meisten Freude macht, auch ein bißchen genommen, mit vielen vielen Menschen zusammenzutreffen, in Lebenssituation zu sein (? ist das jetzt deutsch?), wegzufahren und rum zu kommen im Land.

Hierzu reagiert 4-fach Mutter Antonia Mengel mit folgenden Aussagen: Ich würde mir einfach wünschen, dass jetzt eine Lösung für das Homeschooling gefunden wird, dass Eltern, die berufstätig sind, und dabei noch Home-Office haben, nicht noch 6 bis 7 Stunden mit den Kindern für die Schule lernen müssen.

In der nachfolgendenCall-In-Sendung „Nach dem großen Merkel-Interview – Jetzt. Diskutiert. Deutschland“ ist Schauspieler Ralf Möller zugeschaltet, der erst kürzlich einen Impftermin für seine Eltern ergattert hat. 1,5 Stunden hing er dafür am Telefon. Möller kritisiert die deutsche Impftstrategie: „Ich weiß gar nicht, wie das 80- bis 90-Jährige alleine schaffen sollen.“ Nun haben seine Eltern einen ersten Impftermin Mitte März und einen zweiten genau drei Wochen später. Die Impflage sei ein „Desaster“, so Möller. Außerdem rechne er damit, dass strengere Beschränkungen noch bis Ostern aufrechterhalten bleiben. Die Langfristigkeit der Strategie fehle.

21.12 Uhr: RTL beendet nach einzelnen Zuschaueranrufen und Einschätzungen der Moderatoren die Sendung und damit das Merkel-Spezial.

So, das war es dann. Die angekündigte Bürgerbefragung war kurz aber knapp. Ich hatte mehr erwartet oder auch nicht.

Hier könnt ihr euch das Video anschauen, aus dem ich die Aussagen gezogen habe:

https://www.rtl.de/videos/so-reagieren-die-buerger-601ce411a728a6228e0c4992.html

Im Moment (10.02.2021) diskutieren Merkel und die Ministerpräsidenten:

Aktueller Stand (15.00 Uhr)

Kanzleramt will Lockdown bis 14. März – Ministerpräsidenten teils dagegen

Nervöse Unruhe in der CDU – Kanzlerin stellt sich Fragen der Bürger !

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Wie kommt es, dass unsere „Kanzlerin“ einen Auftritt nach dem anderen in Deutschlands liebstem Corona-Freizeitgestalter, dem Fernsehen, absolviert?

Gerade die Kanzlerin, die sonst öffentliche Auftritte meidet, wie der Teufel das Weihwasser, gibt sich erneut die Ehre:

Angela Merkel um 20:15 Uhr im TV und im Livestream auf RTL.de

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt uns alle vor gewaltige Herausforderungen. Die Bundesregierung versucht seit Monaten die Lage mit Geboten und Verboten unter Kontrolle zu bringen, damit unser Gesundheitssystem nicht aufgrund hoher Infektionszahlen kollabiert. Die größte Hoffnung auf ein baldiges Ende der Krise liegt im Impfstoff, doch gerade beim Thema Impfen zeigt das Krisenmanagement der Regierung Defizite. In der rund 15-minütigen Sendung „Corona-Krise – Deutschland braucht Antworten“ steht am Donnerstagabend um 20:15 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel Rede und Antwort zu den brennenden Themen der Krise. Die Fragen stellen RTL-Moderatorin Frauke Ludowig und RTL-Politikchef Nikolaus Blome.

Aber es scheint noch besser zu kommen:

Livestream auf RTL.de nach dem Merkel-Interview: Stellen Sie Ihre Fragen!

Im Anschluss an die Sondersendung im TV gibt es im Livestream auf RTL.de die Call-in Sendung „Nach dem großen Merkel-Interview – Jetzt. Diskutiert. Deutschland.“ mit Frauke Ludowig und Nikolaus Blome. Unter der kostenfreien Nummer 0800-2008008 haben die User hier ab 20.15 Uhr die Gelegenheit, die Ausführungen von Angela Merkel zu kommentieren und Nachfragen dazu zu stellen.

Angela Merkel stellt sich den Fragen der Bevölkerung! Wir können uns sogar direkt an RTL wenden, und unsere Fragen stellen! Was für eine Überraschung.

Nun stellt sich unseren Lesern wahrscheinlich sofort die Frage, können wir unsere Fragen direkt stellen? Und wie geht RTL damit um, wenn es sich um besonders kritische Fragen an unsere Kanzlerin handelt? Wird sie diese beantworten? Oder hat RTL ein besonderes Format installiert, damit kritische Fragen sofort aus der Auswahl fallen? So wie es in den vergangenen Bürgerbefragungen die Regel ist? Da können wir gespannt sein.

In diesem Fall wird es sich lohnen, dieses noch nie dagewesen Ereignis kritisch mitzuverfolgen.

Ich bin auf jeden Fall neugierig und werde berichten.

Corona – und alles ist anders

Dieser Blogbeitrag ist meiner Blogfreundin Barbara Erdmann gewidmet, ich wünsche ihr in der derzeitigen Situation alles Gute und viel Kraft. 

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Als ich gestern abend schlafen gegangen bin, ist mir eine Szene durch den Kopf gegangen. Ich realisierte, dass wir seit Februar in den öffentlichen Medien nichts anderes hören, als Corona… Corona.. Corona.

Corona ist verantwortlich, dass es in der Liebe nicht mehr klappt. Corona ist verantwortlich, dass ich Kopfschmerzen habe. Corona ist schuld, dass es plötzlich so heiß ist. Corona ist schuld, dass mir das Essen nicht mehr schmeckt. Corona ist nur durch den Klimawandel entstanden. Corona ist nur eine Verschwörungstheorie. Corona ist schuld, dass meine Freundin mir den Freund ausspannt. Corona ist schuld, dass ich meinen Arbeitsplatz verliere. Corona…Corona… Corona.

Aber… auf einer privaten Feier stellte ich plötzlich fest. Eigentlich interessiert die Leute Corona im Privatleben überhaupt nicht. Da sich bei dieser Feier hauptsächlich Renter und Renterninnen getroffen haben, ging es hier um Themen, wie das Älterwerden. Da ging es es darum, ob der Sekt gut schmeckt. Da ging es es darum, wie ich mit dem plötzlichen Schlaganfall des Freundes oder der Freundin umgehe. Da ging es darum,  was ich im Krankenhaus erleben musste. Da ging es darum, wie schön meine letzte Urlaubsreise war.

Die Bevölkerungsschichten der Rentner werden in diesem Maße nicht mehr erreicht, da sie sich tatsächlich keine Gedanken um ihre berufliche Zukunft machen müssen. Die Angst vor Krankheit ist in der älteren Bevölkerungsschicht sowieso stark ausgeprägt und wird durch die Corona-Panik noch getoppt. Aber ist es notwendig, dass auch noch die  „sogenannte Aufklärung“ in den Medien ständig neu angefacht werden muss?

Rechtfertigt die Corona-Panik, dass der Mittelstand und die Weltwirtschaft langsam, aber sicher, zerstört werden muss.

Rechtfertigt die Corona-Panik, dass Töchter ihre Mütter nicht mehr ins Krankenhaus bringen dürfen, und Trost spenden dürfen. Rechtfertigt die Corona-Panik, dass ich meine Mutter im Krankenhaus nur noch 2 Stunden in der Woche besuchen darf?

Rechtfertigt Corona, dass ich vorgeschrieben bekomme, wann ich meinen  Vater im Altenheim besuchen darf?

Rechtfertigt Corona, dass ich von einem alten Freund keinen Abschied mehr nehmen darf, weil Beerdigungsfeiern nur vom engsten Familienkreis besucht werden dürfen.

Ich muss zugeben, auch ich bin gespalten. Niemand weiß, was auf uns zukommt. Tatsache aber ist, dass Corona in unseren Köpfen übermächtig ist. Die Demo in Berlin am 01. August zeigte, dass viele Leute ein Problem mit der momentanen Situation haben. Aber rechtfertigt der „abwertende“ Umgang mit den Demonstranten die Medienkritik, die danach stattgefunden hat. Es wird von „Corona-Leugnern“ gesprochen. Aber der Umgang zwischen „Covidioten“ UND „Systemlingen“  halte ich für eine absolute Gefahr. Ich vermisse die offene und sachliche Diskussion mit dem Thema. Auf der anderen Seite bin ich mir absolut nicht sicher, ob die Gefahr einer 2. Welle im medialen Bereich angeheizt wird und inwiefern diese Gefahr „real“ ist. Da dieses Thema sehr sehr schwierig ist und bestimmt beide Seiten angehört werden müssen, sollte die Wahrheit auf keinen Fall „verdreht“ und zum politischen Wettbewerb verkommen.

Sehr treffend äußerte sich Markus Hibbler zu diesem Thema, von dem ich besonders einen Ausschnitt zitieren möchte:

Ich hinterfrage alles stets kritisch und werde erst recht skeptisch, wenn mir Dinge als einzige und absolute Wahrheit verkauft werden. So bleiben auch bei Corona viele Fragen, auf die ich eine Antwort suche: warum werden die Menschen in Berlin als verantwortungslose Idioten hingestellt, die uns alle ins Verderben stürzen, während die Black Lives Matter-Demos diesbezüglich scheinbar kein Problem waren? Wie sieht es mit den Corona-Infizierten bei Tönnies aus? Wie viele davon hatten wirklich schwere Verläufe? Warum erfährt man jetzt, wo die nächsten Säue medial durchs Dorf getrieben werden, davon gar nichts mehr? Wenn es eine Pandemie gibt, die diese massiven Einschnitte rechtfertigt, warum liegt dann die Sterberate immer noch im normalen Bereich? Viele Medien begründen das gern mit der angeblich vorbildlichen Handlungsweise der Regierung. Doch ging der R-Wert nicht bereits vor dem Lockdown zurück? Die drastischen Maßnahmen wurden anfangs mit dem Ziel begründet, die Kurve abflachen zu wollen („flat the curve“), um keinen Engpass bei den Intensivbetten zu bekommen. Für mich war dies absolut nachvollziehbar, auch weil uns damals die Horrorbilder aus Italien und Spanien erreichten. Doch ist es nicht aktuell so, dass Tausende Intensivbetten in Deutschland leer stehen? Warum gab es keine Horrorbilder aus Schweden, wo auf die Krise wesentlich liberaler reagiert wurde? Sind die Toten wirklich an oder mit Corona gestorben? Was ist mit den Schäden, die durch die Maßnahmen entstehen: verschobene OPs und Untersuchungen, Depressionen, Suizide, persönliche Existenzen, Ehekrisen? Was macht all das mit den Kindern? Gibt es ein Gremium, das diese Schäden zusammenträgt und in ein Verhältnis setzt? Wenn nein, warum nicht? Warum hat man nicht anfangs eine Art Task-Force gegründet, in der Experten aus allen Fachbereichen sitzen und nach einem gemeinsamen Weg suchen? Warum hat man immer nur die gleichen Virologen gehört und gesehen? Wie lange wird man all die Maßnahmen noch durchziehen? Bis es einen Impfstoff gibt, was noch Jahre dauern kann? Viele Kulturschaffende, Selbständige, Kleinunternehmer und die Gastro-Branche stehen doch schon jetzt vor den Scherben ihrer Existenzen. Altmaiers Satz aus dem März, kein Arbeitsplatz ginge aufgrund von Corona verloren, wirkt mittlerweile wie Hohn. Ich finde es einerseits gut, dass unser Staat Betrieben und Unternehmern finanziell hilft. Andererseits ist ein Staat nichts Anderes als eine Umverteilungs-Maschinerie: er wird sich das Geld langfristig in Form von Steuern zurückholen. Außerdem kann man künftig jede Steuererhöhung, jede Misswirtschaft und jedes geschlossene städtische Schwimmbad auf die teuren Corona-Maßnahmen schieben und entsprechend rechtfertigen. Von dem Brüsseler Corona-Hilfspaket, das uns Milliarden kosten wird und eine Schulden-Union nach sich zieht, die es eigentlich nie geben sollte, ganz zu schweigen.

Den sehr empfehlenswerten Artikel können Sie hier nachlesen.

Ausserdem möchte ich einen Podcast von  Gerald Grosz zitieren, der Corona und die Auswirkungen auf die Gesellschaft in einfacher und sehr scharfer Form zusammenfasst:

Es bleibt uns in diesen spannungsaufgeladenen Zeiten nur noch eins:

Gebrauchen Sie Ihren gesunden Menschenverstand und hören Sie auf Ihren Körper und weniger auf die Medien.

Bleiben Sie gesund.

 

Öffnungsdiskussionsorgien… was bitte ist das?

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oder liegt das Überleben unserer Wirtschaft allein in „Merkels Hand“

Heute morgen stach mir diese Mitteilung diverser Medien ins Auge.

z.B. bei SWR 1

20.4.2020 – 10:25 Uhr Merkel kritisiert „Öffnungsdiskussionsorgie“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Diskussionen über weitere Lockerungen von Corona-Auflagen ungewöhnlich scharf kritisiert. In einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums hat sie nach Teilnehmerangaben ihren Unmut darüber deutlich gemacht. Die Botschaft vorsichtiger Erleichterungen habe in einigen Bundesländern zu „Öffnungsdiskussionsorgien“ geführt. Sie mache sich größte Sorgen, dass sich die gute Entwicklung der Infektionszahlen bei den Corona-Infektionen wieder umkehre.

oder in der „Welt“

Bereits in den letzten Tagen habe ich einen hochinteressanten Artikel in der „Welt“ gelesen, und zwar über die Bevölkerung, die so langsam aus der „Corona-Illusion“ aufwacht und bemerkt, dass wir eigentlich alle arbeiten sollten und garnicht dürfen. Die wirtschaftlichen Schäden belaufen sich schon jetzt in unermessliche wirtschaftliche Verluste. Ganze Branchen kommen zum Erliegen. Gestern wurde uns in den Nachrichten mitgeteilt, dass allein in der Gastronomie und Gastgewerbebranche bis zu 70.000 (!) Insolvenzen befürchtet werden, wenn der Corona-Stillstand noch länger anhält.

Vor einigen Tagen hat mir eine gute Freundin einen sehr spannenden Artikel über die psychologischen Auswirkungen des staatlich verordneten LockDown in Deutschland geschickt. Dieser Artikel erschien, wie üblich,  in der Schweizer Zeitung

Ganz erstaunlich in diesen Zeiten ist aber auch die zurückkehrende Akzeptanz für unsere Regierung. Da hört man, dass ein großer Teil der Bevölkerung mit der Arbeit der Bundesregierung in der Corona-Krise sehr einverstanden ist. Merkel wird schon wieder als entscheidungsstark und als hervorrangende Krisenmanagerin eingestuft.

Können wir uns vielleicht sogar darauf einstellen, dass wir Merkel für weitere vier Jahre als Bundeskanzlerin nach der nächsten Bundestagswahl haben?

Öffnungsdiskussionsorgien werden auf jeden Fall von ihr als nicht hilfreich bezeichnet.

Aber sind wir einfach einmal ehrlich, wieviel Ehrlichkeit braucht unsere Bevölkerung in dieser Krise, in der einfach nur blanke Angst vor Erkrankung und vielleicht sogar noch größere Angst vor Verarmung und Vernichtung  ganzer beruflichen Existenzen herrscht.

Wäre es da nicht doch hilfreich, die Bevölkerung an den Diskussionen über die Zukunft eines ganzen Landes zu beteiligen ?

 

 

Compact with Africa

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Unsere Bundeskanzlerein hat mal wieder hohen Besuch geladen. Wenn sie nicht in der Weltgeschichte jettet, holt sie sich die Welt eben nach Berlin, so wie heute zum „Compact of Africa“.

Aber mittlerweile wissen wir ja, dass das den „erwachten Teil“ unserer Bundesbürger in helle Aufregung versetzt. Manche versuchen schon, krampfhaft, Ihren Geldbeutel zu verstecken. Andere sind schon dabei, ihr Geld unter das Kopfkissen zu stecken. Leider hat unsere werte Kanzlerin ein Gespür für verstecktes Geld und findet natürlich auch leicht die Verstecke unterm Kopfkissen.

Gerade höre ich aus dem Radio die Stimme unserer „geliebten“ Angela Merkel: Sie spricht von Win-Win-Situationen. Mittlerweile wohl ein Lieblingswort unserer Kanzlerin. Es fragt sich nur, für wen?

Für uns Bürger, die das Geld tagtäglich erarbeiten, wohl eher nicht.

Hat unsere Kanzlerin nicht erst vor zwei Wochen  1 Mrd. EUR für grüne Energie an China verschenkt, ich korrigiere, natürlich für Investitionen zur Verfügung gestellt!

Hat sich unsere Regierung auch nicht am 11.11.2019 bei der Grundrente geeinigt?

Ab Januar 2021 sollen insbesondere Geringverdiener mit 35 Beitragsjahren einen Rentenaufschlag oberhalb der Grundsicherung erhalten. Was zieht diese Einigung zur Grundrente nun für Kosten nach sich?

CSU-Chef Markus Söder wies darauf hin, dass es gelungen sei, die Kosten für die Grundrente auf unter zwei Milliarden Euro zu deckeln, d.h. es ist mit Kosten von 1 bis 1,5 Milliarden Euro zu rechnen. Aber: In Deutschland gelten fast zwanzig Prozent aller Rentnerhaushalte als armutsgefährdet und leben im Monat von weniger als tausend Euro.

Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/grundrente-in-der-uebersicht-wer-auf-mehr-geld-hoffen-darf-wer-nicht/25211176.html

Aber man kann sich denken, dass unsere armutsgefährdeten Rentner wohl doch nichts mit der 1 Mrd. EUR anfangen könnten, die in China in „grüne Energie“ fließt.

Armutgefährdete Rentner in Deutschland: Nein, was nicht sein darf, soll nicht sein.

Aber: Es gibt eine OECD-Studie:

Zitat:

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ermittelt: Die Netto-Rente von Durchschnittsverdienern in der Bundesrepublik liegt 20 Prozent unter dem EU-Schnitt.

Wie sozial ist unser Staat? Trotz Rekordbeschäftigung, Kaum-Inflation und Konjunkturboom tut Deutschland viel zu wenig für seine älteren Menschen. Unser Rentenniveau liegt deutlich unter dem Durchschnitt der Industrieländer.

Verheerendes Ergebnis für Deutschland

Das geht aus der Studie „Renten auf einen Blick 2017“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, die am Dienstag in Paris veröffentlicht wurde. Die OECD untersuchte dafür die Rentensysteme der 55 wichtigsten Industriestaaten der Welt.

Verheerendes Ergebnis für Deutschland: Künftige Rentner mit Durchschnittsverdienst (ohne Steuern und Sozialabgaben) können hier nur mit einer Netto-Rente (ohne Steuern, Abgaben und Zuverdienste) von 51 Prozent ihres Netto-Gehalts rechnen. Im Schnitt der 35 OECD-Länder sind das 63 Prozent, im Durchschnitt der 28 EU-Staaten sogar 71 Prozent, also 20 Prozent mehr als in Deutschland! Schlechter ist das Rentenniveau nur in Mexiko, Polen, Chile, Großbritannien und Japan.

Quelle: https://www.bz-berlin.de/deutschland/deutschland-boomt-und-die-rentner-sind-die-dummen oder hier:

Klicke, um auf PAG2017-DEU-DE.pdf zuzugreifen

Also wie heißt es so schön, auf ein Weiterso!

Aber keine Sorge vor dem Compact of Africa. Hier wird kein Geld verteilt, sondern um Investitionen geworben, d.h. die Industrie soll doch endlich in Afrika investieren.

Der „Compact with Africa“ ist das Prestigeprojekt der deutschen G20-Präsidentschaft.  (06/2017) .Er soll in großem Stil Privatinvestitionen für afrikanische Länder akquirieren.

WARUM WERBEN DIE G20 UM PRIVATINVESTOREN?

Afrikas Bevölkerung wächst rasant. Bis 2050 werden auf dem Kontinent 2,5 Milliarden Menschen leben – doppelt so viele wie bisher. Bis 2030 werden etwa 440 Millionen Menschen zusätzlich einen Job suchen. Dazu muss die Wirtschaft wachsen. Die Bedingungen dafür sind in vielen Länden aber nicht gegeben. Allein 130 Milliarden US-Dollar pro Jahr wären notwendig, um die Infrastruktur in Afrika auszubauen. Das entspricht in etwa der gesamten öffentlichen Entwicklungshilfe für Afrika. Privatinvestitionen sollen helfen, die Lücke zu füllen.

Quelle: https://www.dw.com/de/compact-with-africa-fragen-und-antworten/a-39087024

Und was ist nach zwei Jahren daraus geworden:

Bereits zum dritten Mal haben sich die Staatschefs der Compact-Länder in Berlin angesagt. Die Messlatte für das Treffen am Dienstag (19.11.2019) ist hoch, die Bundesregierung hat selbst dafür gesorgt. Sie hatte die Initiative während der deutschen G20-Präsidentschaft 2017 mit großem Pomp ins Leben gerufen. Ihr Versprechen: Im großen Stil sollen dadurch zusätzliche Privatinvestitionen in afrikanische Staaten fließen, die sich im Gegenzug zu straffen Wirtschaftsreformen verpflichten.

Von der Euphorie ist nicht viel geblieben. „Man hat damals unrealistische Erwartungen gehegt, dass man mit ein paar Maßnahmen zu einem Schub bei den Investitionen kommen könnte“, sagt der deutsche Afrikanist Robert Kappel zur DW.

Investitionen sind kaum gestiegen

Das Treffen am Dienstag soll trotzdem positive Nachrichten produzieren – breiten Raum nimmt unter anderem die Präsentation sogenannter „Leuchtturmprojekte“ deutscher Firmen in Afrika ein. In der Realität sind die ausländischen Investitionen in die 12 Compact-Länder aber kaum gestiegen: Von 2017 bis 2018 sind sie leicht auf 21 Milliarden US-Dollar angestiegen. Damit liegen sie noch unter dem Niveau von 2016. 80 Prozent der Gelder flossen in gerade mal vier Länder: Ägypten, Marokko, Äthiopien und Ghana.

Quelle: https://www.dw.com/de/compact-with-africa-wenig-begeisterung-%C3%BCber-den-merkel-plan/a-51255658

Merkels Plan braucht mehr Investitionen, Bürger haltet trotzdem euren Geldbeutel ganz fest. Man weiß ja nie, was Merkel einfällt, um die Welt zu retten.

 

Manipulation der Massen und der darausfolgende Wahnsinn

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Douglas Murray hat ein neues Buch herausgebracht:

„Wahnsinn der Massen“

Eine Leser-Rezension zur Amazon-Ausgabe beschreibt den Inhalt mit einem bemerkenswerten Satz:

Sollen wir glauben, dass alle Menschen gleich wertvoll sind und es keinen Unterschied in Sachen Menschenwürde gibt, mag das gut und recht sein. Doch wenn wir glauben sollen, dass es keinen Unterschied zwischen Homo- und Heterosexualität, zwischen Mann und Frau, zwischen Rassismus und Anti-Rassismus gibt, dann treibt uns das auf direktem Weg in den Irrsinn. Und mittendrin in diesem Irrsinn – oder auch Wahnsinn der Massen – stecken wir zurzeit. Höchste Zeit, dass wir da wieder herauskommen“

Der Wahnsinn der Massen ist in Deutschland angekommen und wie es aussieht, gibt es keine anderen Probleme, außer Genderwahnsinn, Rechtsextremismus, Klimawandel, Seenotrettung und Integration.

Finanzielle Proleme scheinen in unserem Land nicht zu existieren. Dabei bewegen wir uns in eine Rezession, die Wirtschaft schwächelt, Autoindustrien entlassen Mitarbeiter. Die Altersarmut lässt viele Rentner, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, in unwürdigen Umständen dahinvegetieren.

Aber unser Finanzminister sieht das anders:

Die Wirtschaft brummt, wir haben Rekordbeschäftigung in Deutschland, die Finanzen sind geordnet. Trotzdem gibt es drängende Probleme. Mit dem Haushaltsentwurf packen wir die Herausforderungen an – hier bei uns zu Hause, in Europa und in der Welt. Ich plane Rekordinvestitionen, das heißt mehr Geld für gute Straßen, attraktiven Schienenverkehr und schnelles Internet, für Bildung und für Forschung. Wir stärken den sozialen Zusammenhalt mit zusätzlichen Ausgaben. Wir sorgen für mehr bezahlbaren Wohnraum, wir stärken Familien, indem wir die Betreuungsangebote ausbauen, das Kindergeld erhöhen und den Erwerb von Wohneigentum unterstützen. Und ich habe deutlich mehr Mittel eingeplant für Sicherheit und Ordnung. Zukunftsorientiert, gerecht und verantwortungsvoll – dieser Dreiklang bestimmt unsere Politik und er bestimmt auch meinen Haushaltsentwurf und die Finanzplanung.

Der Bundesminister der Finanzen, Olaf Scholz

Aber: Teure Mieten: Normalverdiener ohne Wohnung. (ZDF heute: 01.11.2019)

So manch einer fragt sich, was treibt unsere Kanzlerin? Man hört kein Wort von ihr, dabei „brodelt“ es regelrecht im Lande nach der Landtagswahl in Thüringen, Linke und Rechte schlagen verbal auf sich ein. Merz wagt sich aus der Deckung und kritisiert Merkel direkt und beschreibt die Regierung als „grottenschlecht“. Man sollte meinen, dass unserer Bundeskanzlerein Merkel die Ohren klingeln. Aber man höre und staune, Merkel ist auf Auslandsreise und zwar in Indien. Da wird sie hofiert wie eine Königin:

In Indien wird Merkel wie eine Königin hofiert

Denn Frau Merkel hat ja ein gut gefülltes Säckel Geld dabei:

Kanzlerin Merkel wird Indien 1 Mrd. EUR für die Verbesserung von grüner Mobilitäts Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Derzeit arbeite noch fast die Hälfte der Bevölkerung Indiens in der Landwirtschaft. Deutschland könne bei der Technisierung einen guten Beitrag leisten.

Ministerpräsident Narenda Modi ist daher an einer intensiveren Zusammenarbeit interessiert.

Gut für Indien, in Deutschland wird derweil die Autoindustrie massiv wegen des Klimawandels angegriffen, aber was solls.

Leserzitat dazu aus der Welt:

Merkel gibt kaum noch Interviews, in ihrer Partei brennt die Luft, das Thüringer Wahlergebnis ist für ihre CDU ein Desaster, und sie sitzt strahlend auf einem Thron in Indien und lässt sich dort feiern (wofür eigentlich? Teure Gastgeschenke?). Kann man als Kanzlerin deutlicher demonstrieren, wie entrückt man den innenpolitischen Problemen des eigenen Landes inzwischen ist?

Indien ist ein schönes Land und wenn man sich fühlen kann wie eine Königin, nebst geschmücktem Thron zum Durchstehen (bzw. Absitzen)  der Nationalhymnen,  lässt sich Kritik aus Deutschland doch viel besser ertragen.